Wenn Kinder zum ersten Mal etwas selbst anbauen sollen, braucht es vor allem eins: schnelle Erfolge. Genau dafür ist Kresse gemacht — vom Samenkorn bis zur Ernte vergeht kaum eine Woche, und es kann praktisch nichts schiefgehen.

Was ihr braucht

  • Ein Päckchen Kressesamen (gibt es günstig in jedem Supermarkt)
  • Einen flachen Teller oder eine Schale
  • Küchenpapier oder Watte
  • Wasser — mehr nicht. Erde ist bei Kresse optional!

So geht's

  1. Küchenpapier in mehreren Lagen auf den Teller legen und gut anfeuchten — nass, aber nicht schwimmend.
  2. Die Samen dicht darauf verteilen. Das dürfen die Kinder komplett selbst machen, gleichmäßig muss es nicht sein.
  3. An einen hellen Platz ohne pralle Sonne stellen.
  4. Täglich mit Wasser besprühen oder vorsichtig nachgießen — das Papier darf nie austrocknen. Das ist der Job der Kinder, und er dauert nur eine Minute am Tag.
  5. Schon nach einem Tag quellen die Samen auf, nach zwei bis drei Tagen zeigen sich Keime, nach fünf bis sieben Tagen ist die Kresse erntereif.

Der schönste Moment: die Ernte

Mit einer Kinderschere lässt sich die Kresse büschelweise abschneiden — direkt aufs Butterbrot, ins Rührei oder in den Quark. Dass man etwas isst, das man selbst gesät, gegossen und beim Wachsen beobachtet hat, ist für die meisten Kinder ein kleines Wunder.

Und danach?

Wer Blut geleckt hat, nimmt als nächstes Projekt Bohnen im Glas (da kann man die Wurzeln wachsen sehen) oder im Frühjahr eine Sonnenblume im Topf. Beides ist genauso anfängerfreundlich — nur mit etwas mehr Geduld.

Linas Kern-Tipp: Lass die Kinder ein „Kresse-Tagebuch" führen — jeden Tag ein gemaltes Bild oder ein Foto. So sieht man am Ende, wie viel in einer einzigen Woche passiert ist.